10.07.2019

Zeit im Wandel – früher tief ins Bergwerk, heute hoch hinaus!

Am Standort Duhamel in Ensdorf, wo früher Bergleute zur Gewinnung von Steinkohle ins Bergwerk eingefahren sind, starteten Studierende der HTW Saar am 4. Juli 2019 vor der symbolhaften Kulisse des Saarpolygons einen Wetterballon in die Stratosphäre.  

Die Studierenden der HTW Saar mit ihrem Heliumballon bei den Startvorbereitungen (Foto: HTW)

Bei dem „htw saar stratos“-Projekt unter der Leitung von Prof. Martin Buchholz handelt es sich um ein interdisziplinäres, fakultätsübergreifendes Studentenprojekt. Die Aufgabenstellung besteht darin, einen Wetterballon im Durchmesser von ca. 2 m, mit ca. 4 cbm Helium gefüllt und für eine Traglast von etwas mehr als 1 kg ausgelegt, zu starten und in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen. Wetterballons dieser Größe können bis zu 35 km aufsteigen.

Die größten technischen Herausforderungen dabei sind die extremen Temperaturen von bis zu -50°C in der Stratosphäre, die Stromversorgung und die Einhaltung des Gewichtslimits, sowie das sichere Landen und das Wiederauffinden.

Der Wetterballon steigt über dem Saartal auf – unter ihm liegt Saarlouis (Blickrichtung Norden) Foto: HTW

Der Aufstieg erfolgte perfekt, alle Systeme arbeiteten problemlos. Position und Höhe wurden im Minutentakt gesendet, so entschwebte der Ballon mit einer Steigrate von 6 m/sec der Stratosphäre entgegen in Richtung Südosten.

Faszinierendes Bild: Unser Planet – Der Wetterballon in der Stratosphäre (Foto: HTW)

Nach einer Flugzeit von 1 Stunde und 18 Minuten erreichte der Ballon seine maximale Höhe von 25.747 m und zerplatzte in der eiskalten Stratosphäre planmäßig. Die Last schwebte – gebremst durch einen Fallschirm – mit einer geringen Fallgeschwindigkeit von 3 m/sec zu Boden. Weitere 58 Minuten später und einer Gesamtflugzeit von 2 Stunden und 16 Minuten erfolgte die Landung jenseits der Landesgrenze in Haspelschied, einem kleinen französischen Ort mit 300 Einwohnern im Kanton Bitche. Hier konnte die Nutzlast vom „Rescue Team“ – etwa 60 km vom Startpunkt entfernt – geborgen werden.

Die Studierenden der HTW können stolz sein auf ihr „außerirdisches“ Studentenprojekt. Zukunft mit Begeisterung gestalten – an historischen Stätten im Wandel. Der Förderverein BergbauErbeSaar e.V. gratuliert allen Beteiligten hierzu!

Studierende der HTW Saar und Alumnis („Stratonauten“ der ersten Stunde aus dem Jahr 2014) (Foto: HTW)

 

 


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