21.07.2020

Faszinierende Soirée am Saarpolygon mit der Pianistin Maya Ando

Das Publikum der 2. Klavier-Soirée des Fördervereins war in den sommerlichen Abendstunden am 18. Juli  unter dem Saarpolygon begeistert von dem Konzert der japanischen Pianistin Maya Ando.In Japan geboren, lebt die junge Konzertpianistin heute in Hannover.

Die zierliche Japanerin begeisterte ihr Publikum in einem bravourösen Konzert, Fotografie Prisma®!

„Im Zeichen des Wandels“ lautete das Motto des Konzerts, das vor einem halben Jahr mit Blick auf die Symbolik des Saarpolygons gewählt wurde.  Dass das Thema einen Bezug zur aktuellen Pandemie erhalten könnte , ahnte damals niemand.

Besonders deutlich wurde die noch währende Präsenz der Pandemie an der Art der Bestuhlung, der Maskenpflicht bis zur Platzauswahl, sowie den Abstandsregeln. Dazu kamen die von der Künstlerin ausgewählten Konzertstücke mit einem Wechsel von Melancholie, Dramatik, Hoffnung und Heiterkeit.

Volker Hagelstein, mit der künstlerischen Leitung seitens des Fördervereins betraut, begrüßte die rd. 130 Besucher des Konzerts. Danach nahm Maya Ando das Publikum mit auf eine 250 jährige Zeitreise durch die Welt der Musik. Die Zuhörer erfuhren von der Künstlerin einiges über die Bedeutung der Stücke in ihrer Zeitepoche und wie sie sich auf die heutigen, aktuellen Themen übertragen lassen.

Im ersten Teil spann sich der Bogen von der Barockzeit, über die Wiener Klassik bis hin zur Romantik. Die Konzertbesucher durchlebten dabei ein Wechselbad der Gefühle. Ruhig beginnend mit einem gemächlich dahinschreitenden Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach, konfrontierte Maya Ando die Zuhörer in Beethovens Sonate „Les Adieux“ mit den Lebensthemen „Lebewohl, Abwesenheit und Wiedersehen“.

Klavierkonzert in luftiger Höhe – 150 Meter über dem Saartal, Fotografie Prisma®!

Danach zeigte die Künstlerin, was pianistisch in ihr steckt – in der Liszt-Bearbeitung von Wagners Tannhäuser Ouvertüre entfaltete die zierliche Japanerin ihr ganzes virtuoses Können und ging mit dem Flügel an die Grenze des technisch Machbaren. Wie ein Kampf um Leben und Tod, es ging fulminant und schier unaufhörlich die Tasten rauf und runter. Mit einem kräftigen Schlussakkord beendete sie schließlich das monumentale Klavierwerk.

Nach der Pause sah sich das Publikum auf einen anderen Kontinent versetzt, nach Südamerika. Mit Astor Piazzolas Oblivion in der Bearbeitung der Japanerin Yamamoto entfaltete sich eine sanfte, besinnliche Melodie, die unter die Haut ging und bei der Zuhörerschaft „Gänsehaut“ erzeugte.

Pianistin und Publikum musikalisch verbunden, Fotografie Prisma®!

In einem geschwinden Wechsel ging es zum Abschluss des Konzerts mit George Gershwins „Rhapsody in Blue“ nach Nordamerika. Die Rhythmen von Blues und Jazz brachten alle noch einmal in Schwung, bevor die Abendsonne rotglühend am Horizont verschwand.

Mit stehendem Applaus bejubelte das Publikum die bravouröse Leistung der Konzertpianistin, die nach viereinhalb Monaten pandemiebedingter Abstinenz ihr erstes öffentliches Konzert geben konnte und darüber sichtlich glücklich war.

Als besonderer Dank erhielt die Künstlerin vom Vorsitzenden des Fördervereins, Hans-Jürgen Becker einen bunten Strauß mit Chrysanthemen, die in Japan als Symbol der Unsterblichkeit und Vollkommenheit gelten.

Die 2. Soirée war wie im ersten Jahr ein großer Erfolg. Hierfür gebührt auch Dank den zahlreichen Unterstützern aus den Reihen des Fördervereins und des Berg- und Hüttenarbeiterverein Ensdorf.

 

 


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